Allgemein

Ankündigungen

Vorträge

Prof. Dr. Michael Kißener
Studien zu Boehringer Ingelheim im Nationalsozialismus
Im Rahmen der Buchvorstellung "Boehringer Ingelheim im Nationalsozialismus"
28. Mai 2015, 18:00 Uhr, WBZ Ingelheim

Prof. Dr. Michael Kißener
Der Nationalsozialismus im Spiegel aktueller regionalhistorischer Forschung - das Beispiel Boehringer Ingelheim
im Rahmen des Seminars "Erinnern-Urteilen-Handeln. Historisch-politische und kulturelle Bildung und Demokratieerziehung" 11./12. Juni 2015
11. Juni 2015, 11:30 Uhr, Fridtjof-Nansen-Haus Ingelheim

Dr. Andreas Linsenmann
Dissonanz und Harmonien – zur Rolle der Musik in der deutsch-französischen Beziehungsgeschichte
7. Oktober 2015, 19.30 Uhr, Rathaus Mainz, Erfurter Zimmer

Tagung

15.10.2015 – 17.10.2015
Städtepartnerschaften in Europa/ Jumelages en Europe/ Town Twinning in Europe
Tagungsort: Mainz
siehe auch: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-26172

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Nürnberger Prozesse

22. Juni 2006 - Prof. Dr. Peter Steinbach (Universität Karlsruhe / u.a. Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu Berlin ) "Staatsverbrechen vor Gericht. Der Nürnberger Prozess von 1945 und seine Nachfolgeverfahren"

29. Juni 2006 - Dirk Pöppmann, M. A. (Universität Paderborn) "Der Wilhelmstraßenprozess als vergangenheitspolitischer Diskurs"

6. Juli 2006 - Prof. Dr. Sönke Neitzel (Universität Mainz) "Schuldig? Die Wehrmachtgeneralität vor Gericht"

11. Juli 2006 - Dr. Johannes Tuchel (Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin) "Der SS-Terror- und Verwaltungsapparat in den Nürnberger Prozessen"

17. Juli 2006 - Frank Gausmann, M. A. (Universität Mainz) "Vergangenheitsbewältigung durch Recht? Zur Geschichte des IG Farben-Prozesses"

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Dr. Caroline Klausing

Bitte beachten Sie: Frau Klausing ist inzwischen nicht mehr für den Arbeitsbereich Zeitgeschichte, sondern für den Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik tätig.

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M.A.-Studiengang Geschichte, Diploma Supplement Neuzeitliche Geschichte

Der Studiengang „Master of Arts Geschichte“ kann in Mainz wahlweise entweder

- in fachlicher Breite
- oder mit epochenspezifischen oder inhaltlichen Schwerpunktsetzungen

absolviert werden. Der individuell gewählte Schwerpunkt wird im Abschlusszeugnis („Diploma supplement“) zertifiziert.

Voraussetzung für einen Abschluss in fachlicher Breite ist der Besuch von drei Aufbaumodulen, von denen je eines in der Alten Geschichte, dem Mittelalter und der Neuzeit absolviert werden muss.

Voraussetzung für einen Abschluss mit epochenspezifischer oder inhaltlicher Schwerpunktsetzung ist die Belegung spezifischer Module. Als ein epochenspezifischer Schwerpunkt kann dabei die Neuzeitliche Geschichte gewählt werden, die sich mit Themen ab der Epochenschwelle zur Neuzeit – also etwa dem Jahr 1500 – beschäftigt.

Im Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Neuzeitliche Geschichte müssen zwei Aufbaumodule zur Neuzeitlichen Geschichte absolviert werden. Zudem soll das Praktikum oder der akademische Auslandsaufenthalt (Modul 14) so durchgeführt werden, dass ein Bezug zu diesem Schwerpunkt erkennbar wird.
Den Modellverlauf des Masterstudiengangs mit dem Schwerpunkt Neuzeitliche Geschichte können Sie folgender Grafik entnehmen:

Schaubild MA Neuzeitliche Geschichte Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeitsbereiche, die in der Neuzeitlichen Geschichte forschen und lehren, können Sie – wie auch die Namen von Ansprechpartnern – den Homepages der Arbeitsbereiche Neuere Geschichte, Neueste Geschichte, Zeitgeschichte sowie ggf. Osteuropäische Geschichte entnehmen. Themen für Lehrveranstaltungen werden dabei breit gestreut und ständig variiert.

Grundsätzliche Informationen zum Studiengang „Master of Arts Geschichte“ und zu den einzelnen Modulen finden Sie auf der Homepage des Historischen Seminars.

Hinweis: Die oben stehenden Angaben dienen ausschließlich einer ersten Information und stellen keine im rechtlichen Sinne verbindliche Studienordnung dar. Auch ersetzen sie keinesfalls die Modulhandbücher.

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Wintersemester 2014/15

Vorträge

  • Dr. Pia Nordblom
    „Rückblick auf die wissenschaftliche Tagung zu Josef Bürckel vom März 2014: Erkenntnisse und
    Perspektiven“

    Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Josef Bürckel: Perspektiven historischer Forschung und Erinnerung. Eine Nachlese“ des Historischen Vereins Neustadt/W. in Verbindung mit dem Landesarchiv Speyer und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
    29.10.2014, Neustadt/W.
  • Prof. Dr. Michael Kißener
    Das linksrheinische Deutschland im Ertsten Weltkrieg. Kriegserfahrungen im frontnahen Heimatgebiet
    5. November 2014, 18 Uhr, Koblenz, Festung Ehrenbreitstein

  • Prof. Dr. Michael Kißener
    Widerstandsrezeption in Deutschland nach 1945
    im Rahmen der Tagung "Zwischen Verklärung und Verdikt - Phasen der Rezeption des evangelischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus nach 1945"
    7. November 2014, Berlin

  • Prof. Dr. Michael Kißener
    Zwischen Anpassung und Verweigerung – Badische Richter 1933 bis 1945
    anschließend Podiumsdiskussion mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Kißener, Universität Mainz, und dem Sozialpsychologen Prof. Dr. Klaus Fiedler, Universität Heidelberg
    Begleitprogramm zur Ausstellung FRITZ BAUER DER STAATSANWALT
    10. März 2015, 18:30 Uhr Landgericht Heidelberg

Tagungen

  • "Zentrum revisited": Bilanz und Perspektiven der Forschung zum politischen Katholizismus im Kaiserreich
    Veranstalter: Dr. Andreas Linsenmann / PD Dr. Markus Raasch
    16. - 18. Oktober 2014, Mainz, Katholische Akademie Erbacher Hof

    Der politische Katholizismus war in Deutschland lange eine wichtige, zeitweise prägende Kraft. Die interdisziplinäre Tagung beschäftigte sich mit der Zentrumspartei des Kaiserreichs als Repräsentanz des politischen Katholizismus. Sie resümierte die bisherige Forschung und lotete neue, innovative Perspektiven zur Zentrumshistoriografie aus, wie sie insbesondere durch den „cultural turn" eröffnet wurden.

  • "Kinder und Krieg. Epochenübergreifende Analysen zu Kriegskindheiten im Wandel (Children and War. Reflecting on Wartime Childhood across the Centuries)"
    22. - 24. März 2015, Mainz, Katholische Akademie Erbacher Hof

    In der Zeit vom 22. bis 24. März 2015 fand in der Akademie des Bistums Mainz die epochenübergreifende Tagung "Kinder und Krieg. Epochenübergreifende Analysen zu Kriegskindheiten im Wandel (Children and War. Reflecting on Wartime Childhood across the Centuries)" statt.
    Veranstalter: Alexander Denzler, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt; Stefan Grüner, Universität Augsburg; Markus Raasch, Johannes Gutenberg-Universität
    (siehe Flyer Kinder_und_Krieg(1).pdf )

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Sommersemester 2018

Vorträge

Dr. Martin Göllnitz
Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945)
21. April 2018, Jahresversammlung der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft, Universität Kiel

Prof. Dr. Michael Kißener
Der I. Weltkrieg im Westen und das frontnahe Heimatgebiet
27. Mai 2018, 15 Uhr, Bad Kreuznach, Museum im Schlosspark

Prof. Dr. Michael Kißener
Mainz 1968
29. Mai 2018, 20 Uhr, Mainz, KHG Newmansaal

Dr. Pia Nordblom
"United we stand"? Die Amerikaner in Rheinhessen (1945-1990). Deutsch-amerikanische Freundschaft zwischen Kaltem Krieg, Kulturtransfer und politischem Protest
29. Mai 2018, 19:00 Uhr, Haus am Dom Mainz

Dr. Martin Göllnitz
Vom Funktionieren universitärer Funktionäre. Handlungsmöglichkeiten der Funktionselite des NSDStB und des NSDDB
7./8. Juni 2018, Tagung "Die Universität und das Politische" im Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales, Frankfurt am Main

Dr. Martin Göllnitz
Auch eine Geschichte der deutschen Universität? Der nationalsozialistische Zivilisationsbruch und die jungakademischen Überzeugungstäter
29. Juni 2018, Abendveranstaltung "Wozu Gedenkstätten? Erinnern an den nationalsozialistischen Zivilisationsbruch heute", Landeshaus Kiel

Dr. Martin Göllnitz
Keynote
18. August 2018, Summer University "War and revolution: The German-Danish border region after the First World War", Europäische Akademie Schleswig-Holstein

Dr. Martin Göllnitz
Volksgemeinschaft as self-empowerment. National Socialist violence in the border region (1933-1945)
20. August 2018, Summer University "War and revolution: The German-Danish border region after the First World War", Europäische Akademie Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Michael Kißener
Ursprünge und Ausgangslagen eines chemisch-pharmazeutischen Unternehmens 1668-1827.
Im Rahmen der Buchvorstellung "Merck - Von der Apotheke zum Weltkonzern"
4. September 2018, 13:30 Uhr, Darmstadt

Prof. Dr. Michael Kißener
Boehringer Ingelheim und die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
im Rahmen der Vortragsreihe "Langjährige Industrieunternehmen in Rheinland-Pfalz. Von Trier bis Ingelheim / von Sayn bis Pirmasens"
12. September 2018, 19 Uhr, Boehringer Ingelheim Center (Hinweis: Bei diesem Vortrag ist eine Teilnahme nur mit einer Anmeldung an igl@uni-mainz.de bis zum 26. August 2018 möglich.)

 

Nachrichten

16.07.2018
Neuerscheinung: Landesgeschichte an der Schule. Stand und Perspektiven

Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte freut sich mitteilen zu können, dass der von Dr. Martin Göllnitz (Mainz) und Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) herausgegebene Tagungsband Landesgeschichte an der Schule. Stand und Perspektiven als zweiter Band der Reihe "Landesgeschichte" im Jan Thorbecke-Verlag erschienen ist.

Zum Inhalt: Der Band Landesgeschichte an der Schule dokumentiert die Ergebnisse einer Tagung, die vom 1. bis 2. Dezember 2016 in Kiel stattfand. Der gemeinsame Tenor der 13 Beiträge lautet, die Erkenntnispotentiale der Landes- und Regionalgeschichte sowie die darin enthaltenden fachdidaktischen Kategorien der Exemplarität, des Lebensweltbezuges und der Subjektorientierung nicht zu unterschätzen und zugleich einen differenzierten Blick auf den gegenwärtigen Geschichtsunterricht vorzunehmen. In ihrer komplementären Ausrichtung verdeutlichen die Aufsätze, dass der Dialog zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik auf der einen und den schulischen Lehrkräften auf der anderen Seite zu ertragreichen Ergebnissen führen kann. Der zweite Band der Reihe "Landesgeschichte" nimmt somit eine wichtige Standortbestimmung der modernen Landesgeschichte im Schulunterricht des 21. Jahrhunderts vor.


02.07.2018
Dr. Martin Göllnitz von der Bildungsministerin Karin Prien mit dem Wissenschaftspreis der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten ausgezeichnet

Wir freuen uns bekanntgeben zu dürfen, dass die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien am 29. Juni 2018 den Wissenschaftspreis der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten an Dr. Martin Göllnitz für seine Dissertation Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945) verliehen hat.

Alle zwei Jahre - in diesem Jahr zum dritten Mal - werden mit dem über 2.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis herausragende wissenschaftliche Arbeiten gewürdigt, die sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein und der Erinnerung an diese Zeit und deren darüber hinausgehenden Folgen beschäftigen. Die Veranstaltung mit hochkarätigen Gästen hat sich seit 2014 zu einer Traditionsveranstaltung entwickelt. In diesem Jahr wurde die Preisverleihung in eine Diskussionsveranstaltung eingebettet, an der Prof. Jan Philipp Reemtsma (Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur), Felix Klein (Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus) sowie Bascha Mika (Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Honorarprofessorin an der Universität der Künste in Berlin) teilnahmen. Den diesjährigen Preisträger nannte die Ministerin einen „Hochkaräter“ und gratulierte nicht nur ihm, sondern auch der Bürgerstiftung zur Wahl.

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01.05.2018

Neuerscheinung: Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945)

Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte freut sich bekanntzugeben, dass die von Dr. Martin Göllnitz verfasste und mit dem Fakultätenpreis der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft prämierte Dissertation Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945) nun im Jan Thorbecke-Verlag erschienen ist.

Zum Inhalt: Die Grenzlanduniversität Kiel gilt als nationalsozialistische Musterhochschule, an der der Parteiwille regierte und die Professoren und Studierenden dem NS-Regime zuarbeiteten. Doch ausgerechnet zu den studentischen Funktionären des Studentenbundes existiert bislang keine eigenständige Untersuchung. Erstmalig wird daher das jungakademische "Führerkorps am Beispiel der Kieler Universität vor dem Hintergrund einer Politkarriere" betrachtet. Die Studie widmet sich auf breiter Quellen- und Literaturbasis den spannungsreichen, von Kooperation wie Konfrontation geprägten Beziehungen zwischen dem studentischen Funktionärskorps, den Hochschulbehörden und den nationalsozialistischen Staats- und Parteistellen im Zeitraum von 1927 bis 1945 – einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche und zahlreicher politischer Konflikte.

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01.05.2018
Dr. Matthias Gemählich mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz ausgezeichnet

Für seine Dissertation über das Thema Frankreich und der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945/46 wurde unserem Mitarbeiter Dr. Matthias Gemählich beim diesjährigen Dies Academicus der JGU, der am 30. Mai 2018 stattfand, der Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz verliehen. Die Übergabe der Urkunde erfolgte in einer feierlichen Zeremonie durch den Vizepräsidenten der Universität Prof. Dr. Stefan Müller-Stach siehe Foto links. Mit dem Forschungsförderpreis, der mit 3.000 Euro dotiert ist, zeichnen die Freunde der Universität Mainz e.V. herausragende Abschlussarbeiten unter den jährlich etwa 700 an der JGU abgeschlossenen Dissertationen aus. Matthias Gemählich ist einer von insgesamt fünf Preisträgern, die in diesem Jahr die Auszeichnung erhielten. Weitere Fotos vom Dies Academicus 2018 und einen Überblick über die ausgezeichneten Abschlussarbeiten gibt es hier.

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23.04.2018
Verleihung des Fakultätenpreises der Universitäts-Gesellschaft 2018 an Dr. Martin Göllnitz

Copyright: SHUG, Foto: Björn Schaller

Herzlichen Glückwunsch! Unser Mitarbeiter Dr. Martin Göllnitz hat am 21. April 2018 für seine Dissertation "Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945)" im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft den mit insgesamt 3.000 Euro dotierten Fakultätenpreis der Universitäts-Gesellschaft 2018 zugesprochen bekommen! Der Preis unterstreicht die vorbildliche Quellenrecherche und wissenschaftliche Methodik, die der Doktorarbeit zugrunde liegen. In seiner Laudatio machte Prof. Dr. Ludwig Steindorff deutlich, dass die von Herrn Göllnitz eruierten Ergebnisse für die moderne Funktionärsforschung wie für die vergleichende Universitätsgeschichte gleichermaßen von hoher Bedeutung sind.

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18.04.2018
Internationale Sommeruniversität 2018: "War and revolution - The German-Danish border region after the First World War"

Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte freut sich bekanntgeben zu dürfen, dass die Universität Mainz, vertreten durch Dr. Martin Göllnitz vom Arbeitsbereich Zeitgeschichte, erstmalig an der deutsch-dänischen Sommeruniversität teilnehmen und passend zum Jubiläumsjahr 2018 auch den thematischen Zuschnitt samt dazugehöriger Keynote verantworten wird. Zehn Mainzer Studentinnen und Studenten werden vom 18. bis 24. August 2018 gemeinsam mit 40 deutschen, dänischen und internationalen Studierenden sowie renommierten Fachexperten die historischen Entwicklungen seit 1918 auf gesellschaftlicher, politischer und kultureller Ebene betrachten und danach fragen, wie zwei Weltkriege und ein reaktionärer Grenzrevisionismus aber auch kulturelle Revolutionen und ein wachsendes Verständnis füreinander das Leben in Grenzgebieten beeinflusst und verändert haben. Die Geschichte der deutsch-dänischen Grenzregion wird dabei stets im europäischen wie globalen Kontext analysiert, sodass die heutige Region Sønderjylland/Schleswig als Fallbeispiel einer Grenzregion dient.

Die Sommeruniversität wird vom Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem Negot Studium und dem Zentrum für Grenzregionstudien der Süddänischen Universität (Odense), der Ausländerförderung der Konrad-Adenauer Stiftung, der Europäischen Akademie Schleswig-Holstein, dem Bund Deutscher Nordschleswiger und der Dänischen Zentralbibliothek für Südschleswig organisiert. Die Sommeruniversität bietet den Studierenden einen innovativen Studienort für einen fachlich interdisziplinären und interkulturellen Austausch.

Weitere Informationen zum Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer (als PDF).

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Publikationen

Wir dokumentieren auf dieser Seite vorrangig aktuellere Publikationen der letzten Zeit. Diese Dokumentation soll vor allem einen Einblick in das Forschungsprofil unserer Abteilung geben. Vollständige Publikationslisten der einzelnen Mitarbeiter finden Sie auf den Seiten der Mitarbeiter selbst. Zum Profil des Arbeitsbereichs gehören insbesondere die Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, des Landes Rheinland-Pfalz, die Geschichte des Widerstandes, die zeithistorische Katholizismusforschung und die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen.

Einzelschriften und Beiträge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte

Präs‘in BGH Bettina Limperg, Prof. Dr. Michael Kißener und Prof. Dr. Andreas Roth

Entsorgung der Vergangenheit? Die Gedenktafel zur Erinnerung an 34 Reichsgerichtsräte
und Reichsanwälte im Bundesgerichtshof

Baden-Baden 2023

Seit 1957 erinnert eine Gedenktafel im Bundesgerichtshof
in Karlsruhe an Richter des Reichsgerichts, die nach 1945 zu Opfern des sowjetischen Geheimdienstes wurden und in
NKWD-Lagern umgekommen sind. Heute wissen wir, dass
diese Richter aber auch am NS-Justizunrecht zwischen 1933 und 1945 Anteil hatten. Sollte man deshalb diese Gedenktafel entfernen? Oder ist sie umgekehrt als Zeitzeugnis gerade besonders geeignet, das Nachdenken über Täter und Opfer in totalitären Regimen gerade heute zu fördern? Die Beiträge dieses Bandes erhellen die Hintergründe dieser Gedenktafel und diskutieren den möglichen Umgang mit ihr. Sie beruhen auf einem öffentlichen Symposium, das der Bundesgerichtshof im Juni 2022 zu diesem Thema abgehalten hat.

Entsorgung der Vergangenheit? von Limperg , Kißener , Roth -  978-3-7560-0242-9 | Nomos Online-Shop (nomos-shop.de)

 

Stratos N. Dordanas und Vaios Kalogrias

Die Leben der Anderen. Die Stasi und die griechischen politischen Flüchtlinge in Ostdeutschland (1949-1989) [übers.]

Thessaloniki 2020

Den Schwerpunkt des Buches bilden die „Griechen der Stasi“, die von den frühen 1950er Jahren bis zum Fall der Mauer 1989 von der DDR-Staatssicherheit als Agenten oder einfache Informanten angeworben wurden. Es waren vor allem „Kinder des griechischen Bürgerkriegs“, die in der DDR aufgewachsen waren, aber auch Mitglieder der Kommunistischen Partei Griechenlands, die in die Fänge der Stasi gerieten. Anhand von Einzelfällen wird versucht, die Struktur und Funktionsweise eines totalitären Mechanismus zur Kontrolle und Disziplinierung der Gesellschaft zu verstehen, dessen Ziel das langfristige Überleben der Deutschen Demokratischen Republik war. Der Band wurde vom griechischen Kulturministerium mit dem Staatspreis für das Jahr 2021 ausgezeichnet.

 

Prof. Dr. Michael Kißener, Prof. Dr. Andreas Roth,
Dr. Vaios Kalogrias und Philipp Martin

Das rheinische Nurnotariat im Nationalsozialismus

Baden-Baden 2023

Die Studie analysiert die berufliche Tätigkeit, das politische
Verhalten und die gesellschaftliche Situation der rheinischen
Nurnotare in der NS-Zeit in einer sich ergänzenden Annäherung
aus zeitgeschichtlicher und rechtshistorischer Perspektive.
Im Zentrum steht die Frage, inwieweit der Notar Werkzeug der Volksgemeinschaft gewesen ist und ob er Handlungsspielräume besaß, welche er eventuell genutzt hat. Dabei wird durch statistische Erhebungen sowie die Analyse von Personalakten und der Urkundenüberlieferung die Rolle der Notare in den „Arisierungsverfahren“ beleuchtet, in denen jüdische Unternehmer und Privatleute um ihr Eigentum gebracht wurden. Die Untersuchung erfolgt am Beispiel der rheinischen Landgerichtsbezirke Köln, Wuppertal und Düsseldorf.

http://www.nomos-shop.de/isbn/978-3-8487-7560-6

 

Markus Raasch

Der Hybrid. Das 19. Jahrhundert und die Idee der Genossenschaft

Stuttgart 2022

Was erzählt uns das 19. Jahrhundert? Was machten die Gedanken der frühen Genossenschafterinnen und Genossenschafter aus? Wie standen sie zu den großen Ideenkonzepten ihrer Zeit? Wie hielten sie es mit dem Fortschritt, der Religion, dem Sozialismus, dem (Inter-)Nationalismus oder dem Antisemitismus? Wie aktuell ist das, was vor 200 Jahren erdacht und in die Praxis umgesetzt worden ist? Was haben die frühen Genossenschafterinnen und Genossenschafter den Menschen des 21. Jahrhunderts zu sagen? Markus Raasch bietet eine spezielle Geschichte des 19. Jahrhunderts, in der Genossenschaftsgrößen wie Friedrich Wilhelm Raiffeisen oder Hermann Schulze-Delitzsch ebenso auftauchten wie andere, weit weniger bekannte Männer und Frauen. Durch die Betrachtung ihrer Ideen und Prägewirkungen erhellt Raasch den ebenso problematischen wie zukunftsträchtigen Hybridcharakter der frühen Genossenschaften - und macht auf diese Weise deutlich, dass der Blick auf die Vergangenheit tatsächlich bei  der Bewältigung gegenwärtiger Herausforderungen und Krisen helfen könnte.

 

Markus Raasch (Hrsg.)

Volksgemeinschaft in der Gauhautstadt. Neustadt an der Weinstraße im Nationalsozialismus.

Münster 2020

Was hat der Nationalsozialismus mit den Menschen gemacht? Welche sozialen Dynamiken setzte er mit welchen Folgen in Gang? Wie hingen privates (Un-)Glück und kollektive Verbrechen zusammen? Inwiefern prägten die Vorstellungen der NS-Machthaber alltägliches Handeln - zwischen 1933 und 1945 und darüber hinaus?

Dieses Buch untersucht Aufstieg, Alltag und Erbe der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft und fragt nach Ausmaß, Formen und Folgen von Zuspruch und Zurückweisung, Mittun und Verweigern, Zuwenden und Wegsehen. Neustadt an der Weinstraße erscheint für eine solche Sozialgeschichte des Alltags besonders interessant - wegen seiner speziellen Topografie, seiner Bedeutung für die deutsche Demokratiegeschichte und weil seine kulturelle Identität als Weinmetropole und Krönungsort der "Deutschen Weinkönigin" unmittelbar mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden ist. Hinzu kommt die Sonderrolle als kleinste Gauhauptstadt, die einer modernen Gesellschaftsgeschichte bisher nicht vorhandene Einsichten in die Herrschaftspraxis des Nationalsozialismus ermöglicht.

 

 

Michael Kißener

Boehringer Ingelheim im Nationalsozialismus. Studien zur Geschichte eines mittelständischen chemisch-pharmazeutischen Unternehmens.

Stuttgart 2015

 

 

 

 

 

 

Corine Defrance/Michael Kißener/Jan Kusber/Pia Nordblom (Hrsg.)

Bruxelles 2014

Der Band "Deutschland - Frankreich - Polen seit 1945. Transfer und Kooperation" untersucht mit dem „Weimarer Dreieck“ etablierte neue Kooperationsform in Europa. Er beleuchtet zentrale Entwicklungen nach 1945 in den Beziehungen zwischen Deutschland, Frankreich und Polen sowie die Auswirkungen auf die Akteure des Beziehungsgeflechtes. Deutlich wird, dass politische, wirtschaftliche und kulturelle Initiativen von den Regierungen sowie den Zivilgesellschaften ausgingen. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit die westdeutsch-französische Aussöhnung als ein Anhaltspunkt verstanden werden kann und die anderen Beziehungsachsen inspirierte. Zugleich fordern auch die deutsch-polnischen und französisch-polnischen Beziehungen die deutsch-französische Kooperation heraus, sich in einem immer multinationaleren Europa stets neu zu erfinden.
Die Publikation (ISBN 978-2-87574-209-4, 291 S., 44,90 Euro), entstand u.a. auf Grundlage der Kooperation des Historischen Seminars mit dem CNRS Paris und der damit verbundenen Forschungspartnerschaft zwischen Dr. Corine Defrance und Univ.-Prof. Dr. Michael Kißener.

 

Markus Würz

Kampfzeit unter französischen Bajonetten. Die NSDAP in Rheinhessen in der Weimarer Republik

Stuttgart 2012 (Geschichtliche Landeskunde, 70)

Der Aufstieg der NSDAP nach dem Ersten Weltkrieg vollzog sich in den linksrheinischen Gebieten Deutschlands vor dem Hintergrund der alliierten Besetzung der Rheinlande. Die Besatzungspolitik der Alliierten stellte die NS-Partei dabei vor Herausforderungen, die sich grundlegend von denen in den unbesetzten Gebieten unterschied. Anhand einer Fallstudie über die Entwicklung der Hitler-Partei in der zum Volksstaat Hessen gehörigen Provinz Rheinhessen, die zwischen 1918 und 1930 von französischen Truppen besetzt war, untersucht die Arbeit erstmals den Aufstieg der NS-Partei "unter französischen Bajonetten". Sie zeigt, wie sich der Nationalsozialismus in einem Spannungsfeld zwischen Überwachung und Repression durch die französische Besatzungsmacht auf der einen Seite und sich begünstigend auswirkenden Folgen der Besatzung auf der anderen Seite ausbildete und etablierte.

 

Kahlenberg, Friedrich P. / Kißener, Michael (Hrsg.):

Kreuz-Rad-Löwe. Rheinland-Pfalz. Ein Land und seine Geschichte. Bd. 2: Vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert.

Darmstadt und Mainz 2012

mit Beiträgen u.a. von Michael Kißener, Andreas Linsenmann, Pia Nordblom und Markus Würz.

Das dreibändige Werk "Kreuz-Rad-Löwe. Rheinland-Pfalz. Ein Land und seine Geschichte" ist die erste historische Gesamtdarstellung ihrer Art für das Gebiet des heutigen Bundeslandes. In den beiden Textbänden führen rund 40 Autoren – Archäologen, Archivare, Kulturanthropologen und Historiker – den Leser durch die reiche historische Vergangenheit des Territoriums: von der Steinzeit über die römische Herrschaft, die geistlichen und weltlichen Territorien in Mittelalter und früher Neuzeit über das 19. und 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart des Bundeslandes. Im dritten Band präsentiert das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz eine "Historische Statistik" des Raumes.

 

Andreas Frings, Andreas Linsenmann, Sascha Weber (Hrsg.):

Vergangenheiten auf der Spur. Indexikalische Semiotik in den historischen Kulturwissenschaften

Bielefeld 2012 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften)

Die modernen Kulturwissenschaften können im Anschluss an Carlo Ginzburg als Ausprägungen eines seit dem 19. Jahrhundert dominanten semiotischen Indizienparadigmas angesehen werden, das an sehr alte Formen der Spurensuche und des Fährtenlesens anknüpft. Die modernen Historischen Kulturwissenschaften jedoch betreiben eine Engführung des Zeichenbegriffs auf Symbole, auf Zeichen, denen vom Akteur selbst bereits eine Bedeutung zugeschrieben wird. Die Beiträge in diesem Band stellen dem die fundierte These entgegen, dass der indexikalische Zeichenbegriff, die »Spur«, methodisch und theoretisch Vorrang haben sollte.

 

Cover Grenzen_und_Aussoehnung

Bernhard, Ludwig; Linsenmann, Andreas (éd./Hrsg.):

Frontières et réconciliation. L'Allemagne et ses voisins depuis 1945 / Grenzen und Aussöhnung. Deutschland und seine Nachbarn seit 1945

Frankfurt am Main 2011 (L'Allemagne dans les relations internationales / Deutschland in den internationalen Beziehungen, 1)

Welche Rolle haben Grenzen und Grenzräume in den Aussöhnungsprozessen Deutschlands mit seinen Nachbarn seit 1945 gespielt – und welche Rolle spielen sie bis heute? Diesen Fragen geht eine bilinguale Publikation nach, die Dr. Andreas Linsenmann gemeinsam mit Dr. Bernard Ludwig von der Universität Paris I Panthéon-Sorbonne (Institut Pierre Renouvin/UMR Irice) herausgegeben hat (ISBN 978-90-5201-719-8). Mithilfe verschiedener Disziplinen von der Geschichtswissenschaft bis Linguistik werden binationale Beispiele untersucht. Dabei werden Parallelen und Besonderheiten erkennbar. So wirkten die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg sowie der Kalte Krieg stets bremsend oder beschleunigend auf Versöhnungsprozesse. Mitunter bildeten Grenzregionen Brückenköpfe der Versöhnung, selten waren sie jedoch bestimmend für den Gesamtprozess. Im Kontext der Entwicklung grenzüberschreitender Zusammenarbeit, etwa in Form transnationaler Euro-Regionen, bleiben Grenzräume zudem wichtige Akteure der Versöhnung, die es in besonderer Weise ermöglichen, nationale Gegensätze hinter sich zu lassen.

 

Cover Zwischenraeume

Prettenthaler-Ziegerhofer, Anita; Kißener, Michael; Kusber,Jan:
Zwischenräume. Grenznahe Beziehungen in Europa seit den 1970er Jahren

Innsbruck 2011

Europa wächst zusammen: Die trennende Wirkung nationaler Grenzen nimmt seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert spürbar ab. Doch wie gestaltet sich dieser Wandel im nachbarschaftlichen Nahbereich von Nationen in Grenzräumen? Spielen Grenzräume eine besondere Rolle im transnationalen Austausch, werden sie zu Motoren zwischenstaatlicher Annäherung? Die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbandes, Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen, untersuchen diese Fragen für die Zeit seit den 1970er Jahren.

 

Dissertation Linsenmann

Linsenmann, Andreas:
Musik als politischer Faktor. Konzepte, Intentionen und Praxis französischer Umerziehungs- und Kulturpolitik in Deutschland 1945–1949/50

Tübingen 2010 (edition lendemains, 19)

Angesichts der Frage, welche Faktoren den Nationalsozialismus ermöglicht haben, richtete sich der Blick der französischen Besatzungsmacht 1945 nicht nur auf politische Gesichtspunkte, sondern auch verstärkt auf Aspekte kultureller Prägung – und dabei insbesondere auf den Bereich Musik. Die Deutschen seien der Überzeugung, das „einzige wirklich musikalische Volk“ zu sein. Wenn man sie zu der Einsicht bringe, dass Musik kein „Monopol Deutschlands“ sei, würde, so die Überlegung, ein Eckstein der rassistischen Ideologie in sich zusammenstürzen. Diese Annahme wurde zum Ausgangspunkt eines Konzepts, das auf eine Umerziehung mit musikalischen Mitteln abzielte und bis 1950 mit bis zu 2.500 Konzerten umgesetzt wurde. Die Studie analysiert diese Anstrengungen erstmals und formuliert anhand dessen Funktionsmodelle französischer Umerziehungs- und Kulturpolitik insgesamt.

 

Rhh Wege NS

Herausgegeben vom Förderverein Projekt Osthofen e.V. durch Michael Kißener:

Rheinhessische Wege in den Nationalsozialismus. Studien zu rheinhessischen Landgemeinden von der Weimarer Republik bis zum Ende der NS-Diktatur.

Worms 2010.

Der Nationalsozialismus gilt als eine der am besten untersuchten Phasen der deutschen Geschichte. In der Regionalforschung sind aber nach wie vor viele Fragen offen, so auch in Rheinhessen. Der vorliegende Band betritt daher vielfach Neuland. Anhand von sechs Fallbeispielen erlaubt er einen Einblick in Entstehung und Realisierung der NS-Herrschaft in Rheinhessen. Im Vordergrund stehen konkrete Personen, die die Durchsetzung und Aufrechterhaltung der lokalen NS-Herrschaft ermöglicht haben. Aber auch Opfer werden benannt und ihre Schicksale, soweit möglich, dokumentiert. Dabei zeigt sich, dass die brutale Alltagsrealität der NS-Diktatur im engen dörflichen Milieu noch erschreckendere Züge annehmen konnte als in Städten. Der Band bietet damit über die konkreten Erträge hinaus wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Etablierung und Entwicklung der NS-Diktatur insgesamt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier

Bild Zivilgesellschaftliche AnnäherungDefrance, Corinne; Kißener, Michael; Nordblom, Pia (Hrsg.):

Zivilgesellschaftliche Annäherungen. Wege der Verständigung zwischen Deutschen und Franzosen nach 1945.

Tübingen 2010 (edition lendemains, 7).

Weitere Informationen finden Sie hier (pdf-Dokument).

Hummel, Karl-Joseph, Kißener, Michael:

Die Katholiken und das Dritte Reich. Kontroversen und Debatten.

Paderborn 2009 / 2., durchgesehene Auflage 2010.

Michael Kißener (Hrsg.):

Der Weg in den Nationalsozialismus 1933/34.

Darmstadt 2009 (Neue Wege der Forschung).

Michael Kißener (Hrsg.):

Germersheim im 20. Jahrhundert. Wege einer Festungsstadt in die Mitte Europas.

Ubstadt-Weiher u.a. 2008.

Germersheim hat im 20. Jahrhundert eine rasante Entwicklung durchlaufen. Aus einer in einen Festungsgürtel eingezwängten wirtschaftsschwachen Kleinstadt ist ein prosperierendes Mittelzentrum geworden. Vor allem die europäische Integration rückte Germersheim von strukturschwacher Grenznähe in eine Kernregion des europäischen Binnenmarktes. Der vorliegende Band erschließt die Stadtgeschichte Germersheims in Beiträgen ausgewiesener Historiker thematisch und zeigt dabei, wie eng lokale Geschichte im 20. Jahrhundert mit allgemeinen historischen Entwicklungen verwoben ist. Die dem Band beigefügte CD-ROM versteht sich als Ergänzung zum Buch. Mit ihr werden dem Benutzer über 300 Bild- und 60 Textdokumente zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet die CD-ROM die einzigartige Möglichkeit, historisches Filmmaterial zugänglich zu machen: 29 Filmsequenzen eröffnen einen bewegten Eindruck von Ereignissen und Entwicklungen und veranschaulichen so in den Aufsätzen beschriebene Themen.

Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2008

Michael Kißener:

Auf der Suche nach Antwort. Historische Deutungen der nationalsozialistischen Verfolgungsverbrechen, in: Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2008, Schriftenreihe des Landtags Rheinland-Pfalz (39) Hrsg.vom Päsident des Landtags Rheinland-Pfalz, Mainz 2008, S. 15-30.

Rheinland-Pfalz ist 60. Vorträge zu den Etappen rheinland-pfälzischer Zeitgeschichte 1947 - 2007. Hrsg. von der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz. Bearb. von Marianne Rohde. Mainz 2008.

Beiträge von Prof. Kißener:

  • Neuorientierung, Konsolidierung, Paradigmenwechsel, S. 25-39.
  • Was das Land zusammen hielt, S. 61-78.

 

Karl Kardinal Lehmann, Michael Kißener:Das letzte Wort haben die Zeugen: Alfred Delp (1907 -1945).

Mainz 2007. Erschienen in der Reihe Mainzer Perspektiven: Orientierungen 6.

Michael Kißener:

Kleine Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz 1945-2005. Wege zur Integration eines "Nachkriegsbundeslandes".

Karlsruhe 2006 (Regionalgeschichte - fundiert und kompakt).
Diese Publikation ist über die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz kostenlos beziehbar.

Michael Kißener:

Das Dritte Reich.

Darmstadt 2005 (Kontroversen um die Geschichte).

Das Dritte Reich ist und bleibt die offene Wunde, das zentrale Ereignis der deutschen Geschichte. Michael Kißener beschreibt und analysiert die zentralen wissenschaftlichen wie öffentlichen Auseinandersetzungen um den NS-Staat der letzten 60 Jahre. Dabei geht es um die Person Adolf Hitlers, die Verantwortung für den Holocaust und die Schuld verschiedener Institutionen und Gruppen, um den Überfall auf die Sowjetunion, den Widerstand und die unterschiedlichen Formen der Vergangenheitsbewältigung nach 1945. Wer den Nationalsozialismus und den heutigen Umgang mit unserer Geschichte wirklich verstehen will, braucht diese Einführung in die zentralen Streitpunkte.

Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Neue Folge)

Im Jahr 2002 hat sich unter Leitung des Vizepräsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Johannes Preuß, der "Forschungsverbund für Universitätsgeschichte" an der Johannes Gutenberg-Universität gebildet. Ihm gehören Vertreter der örtlichen Archive und Bibliotheken ebenso an wie eine Reihe von Professoren der Universität, die sich der Erforschung und Dokumentation der neueren Universitätsgeschichte (nach 1946) widmen möchten. Die Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die Forschungen zur Geschichte der Universität dokumentieren, erscheinen seit 2004 in Neuer Folge.

EINZELDARSTELLUNGEN
Andreas Lehnardt
Die Jüdische Bibliothek an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1938–2008. Eine Dokumentation
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 8)
Mainz 2009.

Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz NF 7Michael Kißener (Hrsg.), Friedrich Moll (Hrsg.)Ut omnes unum sint. Teil 3: Gründungsprofessoren der Chemie und Pharmazie

(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 7)
Mainz 2009.

 

Birgit Kita, Alexandra Vinzenz, Laura Heeg, Catharina Lathomus (Hrsg.)
Von der Flak-Kaserne zum Glashaus. Mainzer Universitätsarchitektur 1938–1998
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 6)
Mainz 2008.

Hans-Christian Petersen, Jan Kusber (Hrsg.)
Neuanfang im Westen. 60 Jahre Osteuropaforschung in Mainz
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 5)
Mainz 2007.

Michael Kissener, Helmut Mathy (Hrsg.)
Ut omnes unum sint. Teil 2: Gründungspersönlichkeiten der Johannes Gutenberg-Universität
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 3)
Mainz 2006.

Michael Kissener, Helmut Mathy (Hrsg.)

Ut omnes unum sint. Teil 1: Gründungspersönlichkeiten der Johannes Gutenberg-Universität
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 2)
Mainz 2005.

Markus Nagel
Von der Stiftungsprofessur für Buch-, Schrift- und Druckwesen zum Institut für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, 1)
Mainz 2004.

ZEITZEUGENERINNERUNGEN

 

Karlheinz Kimmel
Die Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 1948–1968
(Beiträge zur Geschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Neue Folge, Zeitzeugenerinnerungen, 1)
Mainz 2007.

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Exkursionen

Hambacher Fest (2007)

Vom Hambacher Fest zum Weimarer Dreieck. Deutschland und Polen in Europa

Exkursionen nach Luxemburg und Straßburg

Dozent/in: Dr. Pia Nordblom

Lehrveranstaltungstyp: Blockveranstaltung mit Exkursion vom 12.-16.11.2007 in Tholey (Saarland) in Zusammenarbeit mit der Universität Krakau, der Pädagogischen Hochschule Krakau und der Universität Jena.

In dieser Übung beschäftigten sich Studierende aus Deutschland und Polen gemeinsam mit der Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen und ihren Bezüge zu Europa-Ideen seit dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Getagt wurde im Saarland; von dort aus wurden Tagesexkursionen nach Luxemburg (Europäische Union, Deputiertenkammer) und nach Straßburg (Europarat, Europäisches Parlament) unternommen.

Nürnberg (2006)

24.-25. Mai 2006

Exkursion nach Nürnberg

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Die Geburt des Archivs aus dem Chaos der Anfangsjahre

Dass Neuanfänge meist im Chaos beginnen, mag den Zeithistoriker nicht verwundern. Das galt auch für die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den Anfangsjahren nach 1946 - nicht weniger aber auch für die Homepage der Abteilung VII (Zeitgeschichte) des Historischen Seminars, eine Abteilung, die mit der Berufung Michael Kißeners nach Mainz neu gegründet und der Zeitgeschichte gewimdet wurde. Der Plan war zunächst einfach: Die Homepage konnte und sollte als eine Art öffentliches Logbuch dienen, auf dem die Aktivitäten der Abteilung nachvollziehbar sein würden.

Im Sommer 2008 haben wir begonnen, die damit einhergehende Informationsflut in Semester-Submenüs zu bändigen. Alles, was bis dahin passiert ist, wurde jedoch thematisch in dieses Submenü "2003 - WS 2007/2008" eingereiht. Wir hoffen, Ihnen die Suche nach Archivalien damit nicht unnötig zu erschweren, und wünschen Ihnen viel Freude beim Wiederentdecken von Veranstaltungen, bei denen Sie vielleicht auch selbst zugegen waren!

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Wintersemester 2011/12

Vorträge

  • Prof. Dr. Michael Kißener
    Ist Widerstand nicht das "richtige Wort"? Die Katholiken und das Dritte Reich
    Donnerstag, 10. November 2011, 20 Uhr, Katholische Akademie Hamburg

  • Dr. Andreas Linsenmann
    "Jeder muß Hand anlegen, jeder muß mitwirken" Zum Politikverständnis Wilhelm von Kettelers
    im Rahmen der Bistumstagung "Freiherr Wilhelm Emmanuel von Ketteler - der unmodern Moderne (1811-1871). Zum 200. Geburtstag des wirkmächtigen Mainzer Bischofs" 25.-26.11.2011
    Samstag, 26. November 2011, 11:00 Uhr, Erbacher Hof Mainz

  • Prof. Dr. Michael Kißener
    Ketteler und die Kulturkämpfe des 19. Jahrhunderts
    im Rahmen der Bistumstagung "Freiherr Wilhelm Emmanuel von Ketteler - der unmodern Moderne (1811-1871). Zum 200. Geburtstag des wirkmächtigen Mainzer Bischofs" 25.-26.11.2011
    Samstag, 26. November 2011, 11:45 Uhr, Erbacher Hof Mainz

  • Dr. Andreas Linsenmann
    Verständigungsimpulse in einem postdiktatorischen Kontext: Kommunikative Implikationen der französischen Besatzungsmacht nach 1945 im Musikbereich
    20. Januar 2012, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim

  • Prof. Dr. Michael Kißener
    „Ein Ort wie jeder andere? – Ingelheim im Nationalsozialismus“
    Donnerstag, 8. März 2012, 19:30 Uhr, Ingelheim, Weiterbildungszentrum (WBZ)

Veranstaltungsreihe

"Die RAF - ein deutsches Trauma?"
Der Arbeitsbereich Zeitgeschichte führte in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt Historische Kulturwissenschaften sowie dem Verein der Freunde der Geschichtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz e.V., dem Landtag und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz eine Veranstaltungsreihe zur Geschichte der RAF durch.
Näheres erfahren Sie in den folgenden Dokumenten [pdf]:

Programm

Informationen zu den Referenten

Veranstaltungsreihe "Universität im Rathaus"

65 Jahre Rheinland-Pfalz - Ein Land und seine (Vor-)Geschichte

Am 18. Mai 2012 wird das Land Rheinland-Pfalz 65 Jahre alt – Grund genug einen Blick zurück in die lange Geschichte dieses alten Kulturraumes zu werfen! In insgesamt sechs Vortragsveranstaltungen spannt »Universität im Rathaus« beginnend mit der Besiedlung des Trierer Raumes einen weiten Bogen über Geschichte und Kunst des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis in die Jetztzeit. Bemerkenswerte Einsichten über die Entwicklung unseres Raumes im Spiegel der Statistik des 19. und 20. Jahrhunderts werden ebenso geboten wie selten gezeigtes Filmmaterial aus den Archiven des SWR. Damit ermöglicht die Veranstaltungsreihe zugleich einen ersten Einblick in das neue dreibändige Werk zur Landesgeschichte, das 2012 unter dem Titel »Kreuz, Rad, Löwe – Rheinland-Pfalz. Ein Land und seine Geschichte« erscheinen wird.

  • Prof. Dr. Lukas Clemens (Mittelalterliche Geschichte, Universität Trier)
    Die Trierer Talweite – Entwicklung einer Kulturlandschaft von der Eiszeit ins Mittelalter
    Dienstag, 10. Januar 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

  • Prof. Dr. Joachim Schneider (Historisches Seminar, JGU Mainz)
    Südwestdeutsche Ritter im Spätmittelalter – Zwischen Burg, Amt und Hof, Wallfahrt, Krieg und Turnier
    Dienstag, 24. Januar 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

  • Prof. Dr. Matthias Müller (Institut für Kunstgeschichte, JGU Mainz)
    Konkurrenz, Status, Tradition: Architektur und Baupolitik in den barocken (fürst)bischöflichen Residenzstädten an Rhein und Mosel
    Dienstag, 7. Februar 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

  • Dr. Dieter Schiffmann (Historisches Seminar, JGU Mainz)
    Beharrung – Wandel – Umwälzung – Modernisierung. Aspekte der Sozial- und Bevölkerungsgeschichte von Rheinland-Pfalz 1815–2011
    Dienstag, 28. Februar 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

  • Diane Dammers (Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)
    Rheinland-Pfalz – ein Land und seine Geschichte in Zahlen
    Dienstag, 13. März 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

  • Dr. Markus Würz (Historisches Seminar, JGU Mainz)
    65 Jahre Rheinland-Pfalz. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Landes in bewegten Bildern
    Dienstag, 27. März 2012, 20:00 Uhr, Ratssaal

Moderation: Prof. Dr. Franz Josef Felten (Historisches Seminar, JGU Mainz) Prof. Dr. Michael Kißener (Historisches Seminar, JGU Mainz)
Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Alle Veranstaltungen finden im Rathaus der Stadt Mainz, Jockel-Fuchs-Platz, statt.

»Universität im Rathaus« öffnet den Bürgerinnen und Bürgern das Tor zur Welt der Wissenschaft. Jeweils im Wintersemester, immer an einem Dienstag, berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Mainzer Rathaus aus ihren aktuellen Forschungsprojekten. Seit über 30 Jahren dient der Johannes Gutenberg-Universität dieses Forum als Brückenschlag vom Campus in die Stadt. Der Bevölkerung einen Einblick in die vielfältigen Facetten der unterschiedlichsten Disziplinen von 2.800 Wissenschaftlern in mehr als 150 Instituten und Kliniken zu geben, ist das Ziel dieser Veranstal tungsreihe. »Universität im Rathaus« ist ein gemeinsames Projekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Landeshauptstadt Mainz.

Transfercafe

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