Allgemein

Dr. Verena von Wiczlinski

Foto: Das Atelier – Mainz

Kontakt

Philosophicum, Raum 00-518
Sprechstunde: die aktuellen Sprechzeiten finden Sie unter dem Menüpunkt Sprechstunden

Telefon: +49 6131 39-32880
E-Mail: v.wiczlinski@uni-mainz.de

 

Dr. Verena von Wiczlinski arbeitet von Oktober 2017 bis Dezember 2021 an einem Forschungsprojekt zur NS-Vergangenheit der Landesjustizbehörden. Die Förderung erfolgt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Forschungsprogramms „Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus“.

Informationen zum Forschungsprojekt: http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/2442_DEU_HTML.php

 

 

Akademischer Lebenslauf

1990-1997
Studium der Geschichte und der Englischen Philologie für das Lehramt an Gymnasien an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg und dem Royal Holloway College, University of London
Abschluss: Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
1998-2008
Lehrbeauftragte am Institut für Geschichte der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Lehrstuhl für Neueste Geschichte
2001-2009
selbständige Tätigkeit in Wissenschaft, Öffentlichkeitsarbeit und für Übersetzungen
2005
im Auftrag des Diözesanarchivs Würzburg und in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg Herausgabe der Quellenedition "Kirche in Trümmern? Krieg und Zusammenbruch 1945 in der Berichterstattung von Pfarrern des Bistums Würzburg"
Mitarbeit an der Neukonzeption sowie der inhaltlichen und textlichen Gestaltung der Dauerausstellung zur Geschichte des Kalten Krieges in der hessisch-thüringischen Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte "Point Alpha" in Rasdorf/Geisa
2007
Promotion im Fach Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Thema der Dissertation: Im Zeichen der Weltwirtschaft. Das Frankfurter Privatbankhaus Gebr. Bethmann in der Zeit des deutschen Kaiserreiches (1870-1914)
2007-2009
Ableistung des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Gymnasien in Würzburg und Bad Kissingen
Abschluss: Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (Lehramtsassessorin)
2009-2013
Lehrkraft für besondere Aufgaben am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
seit 2014
Akademische Rätin bzw. Akademische Oberrätin (2018) als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Forschungs- und Interessenschwerpunkte

  • Wirtschafts- und Bankgeschichte
  • Geschichte des Kaiserreiches
  • Verfassungsgeschichte und Geschichte der politischen Ideen
  • Geschichte der frühen Bundesrepublik

 

Veröffentlichungen

Monographien

  • Im Zeichen der Weltwirtschaft. Das Frankfurter Privatbankhaus Gebr. Bethmann in der Zeit des deutschen Kaiserreichs 1870-1914, Stuttgart 2011 (= Schriftenreihe des Instituts für Bankhistorische Forschung, Bd. 23).
  • Lesen im geschichtswissenschaftlichen Studium, Frankfurt am Main 2018 (= Kleine Reihe Hochschuldidaktik).

Herausgeberschaften

  • Kirche in Trümmern? Krieg und Zusammenbruch 1945 in der Berichterstattung von Pfarrern des Bistums Würzburg, im Auftrag des Diözesanarchivs Würzburg hrsg. von Verena v. Wiczlinski unter Mitwirkung von Petra Ney und Verena Spinnler, Würzburg 2005.
  • (Gemeinsam mit Caroline Klausing:) Die Napoleonischen Kriege in der europäischen Erinnerung, Bielefeld 2017 (= Mainzer Historische Kulturwissenschaften, Bd. 30).
  • (Gemeinsam mit Caroline Klausing in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz:) Die RAF - ein deutsches Trauma? Versuch einer historischen Deutung, Mainz 2018.

Aufsätze/Artikel

  • Das Ende des Zweiten Weltkriegs im Bistum Würzburg in der Berichterstattung des katholischen Gemeindeklerus, in: Verena v. Wiczlinski (Hrsg.): Kirche in Trümmern? Krieg und Zusammenbruch 1945 in der Berichterstattung von Pfarrern des Bistums Würzburg, Würzburg 2005, S. 3-21.
  • "Der Karfreitagmorgen brachte die freudige Kunde vom Anrücken der amerikanischen Panzer." Berichte zum Kriegsende 1945 aus den Pfarrgemeinden des Bistums Würzburg, in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 67 (2005), S. 353-366.
  • Laienvertretung im Wandel, in: Wolfgang Altgeld, Johannes Merz und Wolfgang Weiß (Hrsg.): Josef Stangl 1907-1979. Bischof von Würzburg. Lebensstationen in Dokumenten, Würzburg 2007 (Katalog zur Ausstellung "Hirtenamt und Gesellschaft: Josef Stangl, Bischof von Würzburg (1957-1979)" des Archivs und der Bibliothek des Bistums Würzburg, 6. Juli bis 28. Oktober 2007), S. 262-264.
  • Die Konstituierung neuer Laiengremien in der Diözese Würzburg, in: Wolfgang Altgeld, Johannes Merz und Wolfgang Weiß (Hrsg.): Josef Stangl 1907-1979. Bischof von Würzburg. Lebensstationen in Dokumenten, Würzburg 2007 (Katalog zur Ausstellung"Hirtenamt und Gesellschaft: Josef Stangl, Bischof von Würzburg (1957-1979)" des Archivs und der Bibliothek des Bistums Würzburg, 6. Juli bis 28. Oktober 2007), S. 264-266.
  • Die Wahl der ersten Pfarrgemeinderäte, in: Wolfgang Altgeld, Johannes Merz und Wolfgang Weiß (Hrsg.): Josef Stangl 1907-1979. Bischof von Würzburg. Lebensstationen in Dokumenten, Würzburg 2007 (Katalog zur Ausstellung "Hirtenamt und Gesellschaft: Josef Stangl, Bischof von Würzburg (1957-1979)" des Archivs und der Bibliothek des Bistums Würzburg, 6. Juli bis 28. Oktober 2007), S. 267-268.
  • Das Ringen um die staatliche Organisationsform Deutschlands nach dem Ende des Alten Reiches: Föderalismus als Tradition und Zukunft?, in: Matthias Asche, Thomas Nicklas und Matthias Stickler (Hrsg.): Was vom Alten Reiche blieb. Deutungen, Institutionen und Bilder des frühneuzeitlichen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im 19. und 20. Jahrhundert, München 2011 (= Bayerische Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit, A 134), S. 159-184.
  • (Gemeinsam mit Pia Nordblom:) „Die Sprache des Nachbarn im französischen und (west-) deutschen Schulunterricht seit 1945 – Sonderfall Grenzregionen?“, in: Anita Prettenthaler-Ziegerhofer, Michael Kißener und Jan Kusber (Hrsg.): Zwischenräume. Grenznahe Beziehungen in Europa seit den 1970er Jahren, Innsbruck, Wien und Bozen 2011, S. 83-118.
  • Aufbruch nach Übersee und Associés auf Reisen. Mobilität als zukunftssichernder Faktor für das Frankfurter Privatbankhaus Gebr. Bethmann im deutschen Kaiserreich, in: Elena Taddei, Michael Müller und Robert Rebitsch (Hrsg.): Migration und Reisen. Mobilität in der Neuzeit, Innsbruck 2012 (= Innsbrucker Historische Studien, Bd. 28), S.87-97.
  • Tagungsbericht: Staat gegen Terrorismus. Demokratie und Sicherheit in Westeuropa 1970-1990, 08.11.2012 – 09.11.2012, München, in: H-Soz-Kult, 19.03.2013, online unter URL: <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-4703>.
  • Das Kaiserreich – ein Überblick, in: Silja Geisler und Beatrix Mühlberg-Scholtz (Hrsg.): „Wir spielen Krieg“. Patriotisch-militaristische Früherziehung in Bilderbuch und Spiel 1870-1918 (Begleitpublikation zur Ausstellung in der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz 09.05.-13.09.2014), Mainz 2014, S. 8-55.
  • Die ehemaligen deutschen Ostgebiete in den Diskussionen um die deutsche Wiedervereinigung, in: Jahrbuch für schlesische Kultur und Geschichte 53/54 (2012/2013), S. 49-78.
  • „Spätlesen aus der Chemieküche“. Der Glykol-Skandal im Jahr 1985 und seine Folgen, in: Andreas Wagner (Hrsg.): Weinbau in Rheinhessen. Beiträge des Kulturseminars der Weinbruderschaft Rheinhessen zu St. Katharinen am 14. November 2015, Wiesbaden 2016 (= Schriften zur Weingeschichte, Nr. 190), S. 83-112.
  • (Gemeinsam mit Caroline Klausing:) Kollektives Gedächtnis oder kollektives Vergessen? Perspektiven der Geschichts- und Erinnerungskultur zum Zeitalter der Napoleonischen Kriege, in: Caroline Klausing und Verena v. Wiczlinski (Hrsg:) Die Napoleonischen Kriege in der europäischen Erinnerung, Bielefeld 2017 (= Mainzer Historische Kulturwissenschaften, Bd. 30), S. 13-44.
  • Von Gutenberg zum Lerchenberg: Die Ansiedlung des ZDF in der Medienstadt Mainz, in: Volker Gallé und Gunter Mahlerwein (Hrsg.): Aufbruch in Rheinhessen. Kultureller und gesellschaftlicher Wandel nach 1945, Worms 2017, S. 115-132.
  • Ein neuer Blick auf Kindheit und Jugend? Pädagogik und Politik in den Napoleonischen Kriegen bei Johann Heinrich Pestalozzi und Johann Gottlieb Fichte, in: Kathrin Kiefer et al. (Hrsg.): Kinder im Krieg. Rheinland-pfälzische Perspektiven vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, Berlin 2018, S. 47-78.
  • (Gemeinsam mit Caroline Klausing:) Die RAF als gesamtgesellschaftliche Herausforderung - Akteure, Institutionen und Kontroversen, in: Caroline Klausing und Verena v. Wiczlinski in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland Pfalz (Hrsg.): Die RAF - ein deutsches Trauma? Versuch einer historischen Deutung, Mainz 2018, S. 6-13.
  • „A side-show of a side-show“? Dia Arabische Revolte im Ersten Weltkrieg, in: Philipp Bernhard, Susanne Popp und Jutta Schumann (Hrsg.): Der Erste Weltkrieg – globalgeschichtlich betrachtet. Perspektiven für den Geschichtsunterricht, St. Ingbert 2019 (= Historica et Didactica. Fortbildung Geschichte, Bd. 12), S. 43-62.
Veröffentlicht am

Neustadt a.d.W. im Nationalsozialismus

 

Angehörige der Hitlerjugend ziehen durch Neustadt a.d.W. 1936. Dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt. 

Das Projekt wird erstmals eine Gesamtdarstellung der NS-Zeit im pfälzischen Neustadt liefern. Im Anschluss an die neuere Volksgemeinschaftsforschung fragt es: Was machte der Nationalsozialismus mit den Menschen? Wie lebten die Menschen den Nationalsozialismus? Wie hingen persönliches (Un-)Glück und kollektive Verbrechen zusammen? Wie funktionierte die totalitäre Diktatur vor Ort? Was ist vom Nationalsozialismus nach 1945 geblieben? Als Untersuchungsgegenstand ist Neustadt besonders interessant – wegen seiner speziellen Geschichte, seiner Nähe zu Frankreich und seinem Status als Gauhauptstadt zwischen 1927 und 1940. Und nicht zuletzt ist Neustadt ein markantes Beispiel dafür, dass kulturelle und regionale Identität in Deutschland auch am Beginn des 21. Jahrhunderts oft noch stark mit der Zeit des Nationalsozialismus verbunden sind. Denn immerhin hieß Neustadt bis 1936 Neustadt an der Haardt und wurde erst vom NS-Regime durch die „Erfindung“ der „Deutschen Weinstraße“ und der „Deutschen Weinkönigin“ sozusagen zur deutschen Weinmetropole erhoben. Ein wichtiges Kennzeichen des Projekts ist seine Mehrdimensionalität: Ein Buch, eine Ausstellung, ein Online-Lexikon, ein digitales Zeitzeug*innenarchiv und ein multimediales Geschichtsschulbuch sollen das Thema aus verschiedensten Blickwinkeln zugänglich machen und den fachlichen wie auch den Dialog vor Ort fördern und bereichern.

 

Projektbereiche

 Buch

Die Veröffentlichung der Forschungsergebnisse in einem Sammelband bildet die Basis des Projekts. Dieser enthält wissenschaftlich fundierte und zugleich gut lesbare Beiträge von 30 Autor*innen und beleuchtet die verschiedensten Aspekte von Volksgemeinschaft in Neustadt a. d. W. während des Nationalsozialismus sowie seine Nachwirkungen. Die Buchpräsentation findet am 10. Dezember 2020 statt.

 

Zeitzeug*innen-Archiv

Unser digitales Zeitzeug*innen-Archiv umfasst ausgewählte Ausschnitte aus Oral History-Interviews, die in den Jahren 2018 und 2019 entstanden sind. In ihnen berichten Neustadter*innen über ihre Erfahrungen während der nationalsozialistischen Diktatur. Das Archiv präsentiert 80 Interviewausschnitte, die Einblicke in verschiedenste Themenfelder der Neustadter NS-Geschichte geben. Die vollständigen Interviews sind zu wissenschaftlichen Zwecken zugänglich.

 

Ausstellung

Die Ausstellung wird ab 12. Dezember 2020 in der Villa Böhm in Neustadt zu sehen sein. Sie stellt ein wichtiges Forum dar, um den Dialog zwischen Wissenschaft und interessierter Bevölkerung ebenso zu fördern wie den Austausch der Neustadter*innen untereinander. Besucher*innen erwarten sowohl klassische als auch multimediale und installative Informationsvermittlung, zudem besteht die Möglichkeit zum Mitmachen und Mitreden. In digitaler Form wird die Ausstellung ebenfalls ab Dezember 2020 zur Verfügung stehen.

 

 

Online-Lexikon

Wer, wie, was? Unser Lexikon stellt kurz und prägnant zentrale Begriffe, Ereignisse, Orte und Personen zum Thema „Neustadt und der Nationalsozialismus“ vor. 163 Artikel beleuchten Verfolgten-, Täter- und Historiker*innen-Biografien, einschlägige Räume, Institutionen und Vorgänge, unterschiedlichste soziale Felder und Gruppen. Im Blickfeld stehen die NS-Zeit, deren Vorgeschichte und ihre Rolle in der lokalen Erinnerungskultur bis ins 21. Jahrhundert.

 

Multimediales Geschichtsschulbuch

Eine wichtige Besonderheit des Projektes stellt die didaktische Aufbereitung der gewonnenen Erkenntnisse in einem multimedialen Geschichtsschulbuch dar. Dieses wurde vom Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik der JGU konzipiert und bietet Schüler*innen die Möglichkeit, anhand eines innovativen Lernmediums die konkrete Bedeutung des Nationalsozialismus für die Menschen vor Ort kennenzulernen. Es richtet sich an alle Schulen, die einen außergewöhnlichen Weg zum Thema „Drittes Reich“ gehen wollen, und in besonderer Weise an diejenigen Kinder und Jugendlichen, die sich mit den Mitteln des 21. Jahrhunderts intensiv mit der NS-Vergangenheit ihrer Region beschäftigen wollen. Das multimediale Geschichtsschulbuch geht ebenfalls im Dezember 2020 online.

 

Ansprechpartner*innen

Projektleitung und -koordination: PD Dr. Markus Raasch

Ausstellung: Veronica Andres, Franziska Kaiser, Helena Knuf, Miriam Maslowski, Felix Paul Maskow, Yellah Niehaves, Katja Schmaglinski, Tobias Sewerin, Julia Tilentzidis

Lexikon: Martin Hanisch

Zeitzeug*innen-Archiv: Kathrin Kiefer

Multimediales Geschichtsschulbuch: Katharina Kaiser, Clara-Louise Noffke, Dr. Caroline Klausing und Prof. Dr. Meike Hensel-Grobe

 

Feier der Weinlese und Hakenkreuzbeflaggung. 1935. Dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt.
Hitlerjungen posieren für ein Gruppenbild. 1935. Dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt.

 

Veröffentlicht am

Uta Zintler

Kontakt

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Historisches Seminar – Arbeitsbereich Zeitgeschichte
Philosophicum, Jakob Welder-Weg 18
55128 Mainz

E-Mail: utzintle@uni-mainz.de

Sprechstunde: Die aktuellen Termine finden Sie unter dem Menüpunkt "Sprechstunden"

Lebenslauf

  • seit 2019 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2015-2018 Lehrerin an Gymnasien in Mainz und Wiesbaden
  • 2013-2015 Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien am Studienseminar Wiesbaden, Zweites Staatsexamen
  • 2010-2013 Promotionsstipendium im Rahmen der Doktorandengruppe „Prozesse politischer Integration“, Projekttitel: „,Neues Deutschland, neue Menschen!‘ – Politische Sozialisation im Kindergarten der DDR“; Lehraufträge sowie Tätigkeiten als wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2009-2010 Lehrkraft für besondere Aufgaben am Deutschen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2003-2009 Studium der Geschichte, Deutschen Philologie und Bildungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien

Forschungs- und Interessenschwerpunkte

  • Geschichte der DDR
  • Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen
  • Medizingeschichte

Veröffentlichungen

Miersch, Uta: „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht...“. Frauen- und Männerbilder in Kinderliedern der DDR. In: Bothe, Alina/ Schuh, Dominik (Hrsg.): Geschlecht in der Geschichte - integriert oder separiert? Gender als historische Forschungskategorie. Bielefeld 2014 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften, Bd. 20), S. 51-65.

Miersch, Uta: Verbot und Tabu im Märchen. In: Dingeldein, Alexander/ Emrich, Mathias (Hrsg.): Texte und Tabu. Zur Kultur von Verbot und Übertretung von der Spätantike bis zur Gegenwart. Bielefeld 2015 (Mainzer Historische Kulturwissenschaften, Bd. 21), S. 105-121.

 

Veröffentlicht am

Master-Thesis: Karrieren zwischen Diktatur und Demokratie. Die Berufungspolitik in der Kieler Theologischen Fakultät 1936 bis 1946 [abgeschlossen]

Die Untersuchung befasst sich mit der vollständigen personellen Umstrukturierung der Kieler Theologischen Fakultät im Wintersemester 1935/36. Im Zuge der Neuordnung wurden die vertriebenen und zwangsentpflichteten Ordinarien durch junge, dem NS-Regime meist loyal gegenüberstehende Nachwuchswissenschaftler ersetzt. Die Arbeit beleuchtet die Vorgänge innerhalb der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Reichserziehungsministeriums, die zur Berufung dieser neuen Ordinarien führte, und blickt darüber hinaus auf die akademischen Karrierewege der Kieler Theologen nach 1945. Erstmalig für die Christian-Albrechts-Universität wird dabei auch die Entnazifizierung einer ganzen Fakultät in Augenschein genommen.

Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) und PD Dr. Frank Möller (Greifswald) betreut und ist im Oktober des Jahres 2014 in der Reihe "Kieler Werkstücke A: Beiträge zur schleswig-holsteinischen und skandinavischen Geschichte" beim Peter Lang-Verlag erschienen.

 

Publikation/Publication

Karrieren zwischen Diktatur und Demokratie. Die Berufungspolitik in der Kieler Theologischen Fakultät 1936 bis 1946 (Kieler Werkstücke, Reihe A/39), Frankfurt a.M. 2014.

 

Preise/Prizes

  • Nachwuchspreis der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte [dotiert mit 1.000 Euro]
  • Preis des Collegium Philosophicum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für herausragende Abschlussarbeiten [dotiert mit 500 Euro]

 

Rezensionen/Reviews

"Alles in allem eine höchst instruktive Abhandlung, die deutlich macht, wie verführbar der Mensch ist."

— Prof. Dr. Gerd Bockwoldt, Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 140 (2015)

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

University and violence. Radicalization processes of militant academics in interwar Europe [abgeschlossen]

Together with Prof. Dr. Matteo Millan (University of Padua), development of an international and interdisciplinary network for the comparative study of radicalisation processes in Europe in the interwar period, focusing on the acts of violence perpetrated by young academics. The result of this cooperative research project is the special issue "Bloody Academics. Student perpetrators of violence in the interwar period", which will appear in the German-Italian journal "Storia e regione" in summer 2019.

Abschlusspublikation

Martin Göllnitz/Matteo Millan (Hg.), Bloody Academics. Student perpetrators of violence in the interwar period, Themenheft: Storia e regione 2019, H. 2.

Vorarbeiten

Martin Göllnitz, Radikalität, Unbedingtheit, Kälte. Zur Beteiligung deutscher und österreichischer Jungakademiker an politischen Gewaltakten nach dem Ersten Weltkrieg (1919-1922), in: Zeiten des Aufruhrs (Alternative / Demokratien), hrsg. von Frank Jacob und Marcel Bois (im Druck).

Ders., Tysk grænsekamp i København. De nordslesvigske akademikeres nationalpolitiske rolle i 1920’erne og 30’erne, in: Sønderjyske Årbøger (2018), S. 117-133.

Ders., Völkische Opposition und politische Gewalt an den Hochschulen 1930/31: Die Angriffe auf Otto Baumgarten und Walther Schücking, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 67 (2019) H. 1, S. 27-42.

Ders./Oliver Auge (Hg.), Radikale Überzeugungstäter. Studentische Protest- und Gewaltformen im 19. und 20. Jahrhundert, Themenheft: Jahrbuch für Universitätsgeschichte 21 (2019).

 

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Wissenschaftliche Forschungsreisen und -expeditionen des 19. und 20. Jahrhunderts aus transnationaler Perspektive [abgeschlossen]

Das gemeinsam mit Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) durchgeführte Forschungsprojekt beschäftigt sich mit den wissenschaftlichen Forschungsreisen und -expeditionen des 19. und 20. Jahrhunderts, wobei schwerpunktmäßig englische, deutsche und dänische Unternehmungen – wie die Challenger-, Plankton- und Galathea-Expedition – in den Blick genommen werden. Zugleich sind in dem Projekt ausgesprochen vielfältige historische Bereiche zu bearbeiten – zu thematisieren sind sowohl Ozeane und Nebenmeere, Kontinente und Städte als auch Akteure und Gemeinschaften. Das zentrale Anliegen des Projekts ist die bewusste, konzeptionelle Pluralisierung von Forschungsreisen unterschiedlichster akademischer Disziplinen, deren wissenschaftliche Sujets ebenso facettenreich wie vielfältig motiviert waren. Wissenschaftspolitik spielt dabei eine wesentliche Rolle; ebenso jedoch figurieren Wissensgeschichte, kulturelle Konstruktionen und die Sehnsucht nach Abenteuern als relevante Felder.

Eine mit Bedacht weitgefasste Definition von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern schärft dabei den Blick für längerfristige Entwicklungen. Epochal liegt eine Konzentration auf das entwicklungsreiche 19. und das von politischen Umbrüchen geprägte 20. Jahrhundert vor. Mithilfe einer transnationalen Perspektive soll darüber hinaus gewährleistet werden, dass gesellschaftliche Akteure, die über Ländergrenzen hinweg agieren, nicht in einer nationalen "black box" verschwinden. Die Geschichte der Expeditions- und Forschungsreisen soll derart aus den Fängen der Meistererzählungen gelöst und zugleich komplexer, komplizierter, bunter gestaltet werden.

 

Abschlusspublikation

Oliver Auge/Martin Göllnitz (Hg.), Mit Forscherdrang und Abenteuerlust. Expeditions- und Forschungsreisen Kieler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen im 19. und 20. Jahrhundert (Kieler Werkstücke, Reihe A/49), Frankfurt a.M. 2017.

 

Vorarbeiten

Martin Göllnitz, Expeditions- und Forschungsreisen als Karrieresprungbrett? Norddeutsche Wissenschaftler als Teilnehmer der Galathea-, Challenger- und Plankton-Expedition, in: Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 141 (2016), S. 235-265.

Oliver Auge/Martin Göllnitz, Kieler Professoren als Erforscher der Welt und als Forscher in der Welt: Ein Einblick in die Expeditionsgeschichte der Christian-Albrechts-Universität, in: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt, hg. von Oliver Auge, Kiel/Hamburg 2015, S. 949-972.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Dissertation: Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945) [abgeschlossen]

Die Dissertation, die im Rahmen des Projektes "Die Studierenden der Universität Kiel" vom Präsidium der Hochschule gefördert wurde, ist im Januar 2006 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingereicht und mit der Note "summa cum laude" bewertet worden. In der Arbeit werden die Handlungsmöglichkeiten jungakademischer Funktionäre in den Jahren zwischen 1927 und 1945 am Beispiel der Biographien und Gestaltungsoptionen von 39 männlichen Studierendenführer der Kieler Universität, die zwischen der Etablierung der Kieler NS-Hochschulgruppe im Jahr 1927 und dem Zerfall des NS-Regimes im Jahr 1945 der Kieler Studentenschaft, dem örtlichen Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB) oder der schleswig-holsteinischen Gaustudentenführung vorstanden, aufgezeigt. Dies geschieht auf dem Weg einer Analyse der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie ihres Habitus, wobei angenommen wird, dass sich in einer Generation Gemeinschaften und Gruppen bilden. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) und Prof. Dr. Michael Kißener (Mainz) betreut und ist inzwischen in der Reihe "Kieler Historische Studien" beim Jan Thorbecke-Verlag erschienen.

 

Publikation/Publication

Martin Göllnitz, Der Student als Führer? Handlungsmöglichkeiten eines jungakademischen Funktionärskorps am Beispiel der Universität Kiel (1927-1945) (Kieler Historische Studien 44), Ostfildern 2018.

 

Preise/Prizes

  • Fakultätenpreis der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft 2018 [dotiert mit 3.000 Euro]
  • Wissenschaftspreis der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten [dotiert mit 2.000 Euro]

 

Rezensionen/Reviews

"Was den für diese Untersuchung geleisteten Rechercheaufwand, die methodische Durchdringung des Stoffes, die klare Präsentation der Ergebnisse, die sprachliche Präzision und den Erkenntnisgewinn angeht, könnte sie zweifellos auch als Habilitationsschrift bestehen. [...] Göllnitz hat eine wegweisende Arbeit verfaßt, die, würde man sie mit gleicher Methode, Intensität und Gründlichkeit für andere Universitäten durchführen, vermutlich ähnliche Ergebnisse zeitigen würde."

— Prof. Dr. Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel für Bibliotheken (Juli 2018)

 

"Inspiriert von jüngeren Studien zur Führungsschicht des Reichssicherheitshauptamtes sieht er sein Buch ebenfalls als einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der akademisch gebildeten nationalsozialistischen "Weltanschauungselite" und ihres "generationellen Stils" (Ulrich Herbert). [...] Für die nationalsozialistischen Studentenfunktionäre liegt nun dank Martin Göllnitz eine detailreiche und umfassend kontextualisierte Fallstudie vor."

— Gunnar Take, sehepunkte 18/10 (Oktober 2018)

 

"Weitere wichtige methodische und analytische Gesichtspunkte verbindet der Verfasser mit J. Reuleckes Begriff der „Generationalität“ und U. Herberts Erklärungen zum „generationellen Stil“. [...] Zugleich bietet die Studie – und dies ist von hohem Wert – eine Dokumentation der nationalsozialistischen Studierendengeschichte in einem Umfang und einer durchwegs fundierten Detailgenauigkeit in Zeiten, in denen es auf Genauigkeit bei Analysen des Nationalsozialismus und der Verwicklungen in eine Diktatur wieder sehr ankommt."

— Prof. Dr. Rainer S. Elkar, ZSHG 143 (2018)

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein

Sitemap

Veröffentlicht am

Index

Veröffentlicht am

Suche

Veröffentlicht am