Willkommen!

Herzlich willkommen auf der Homepage des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte des Historischen Seminars der JGU. Hier finden Sie Informationen zu unserem Team, zu Studium und Lehre, zu Forschungsprojekten und zu Kooperationen des Lehrstuhls in Forschung und Lehre.

Köpfe in der Zeitgeschichte: Jede wissenschaftliche Einrichtung lebt von ihren Mitarbeitern - unter dem Menüpunkt "Wir über uns" stellen wir Ihnen unser Team genauer vor.

Studienangebote im Bereich der Zeitgeschichte: Das Lehrangebot des Arbeitsberich Zeitgeschichte ist breit angelegt und umfasst nicht nur die Zeitgeschichte im engeren Sinne, sondern Themen aus dem 19. und 20. Jahrhundert aus der regionalen, deutschen, europäischen und außereropäischen Geschichte gleichermaßen. Es geht uns vor allem darum, in der Lehre ein breites Spektrum an interessanten Themen anzubieten. Mehr Informationen dazu finden Sie links unter dem Menüpunkt "Studium und Lehre".

Zeithistorisch forschen: Die Forschungsprojekte des Arbeitsbereichs bewegen sich in der regionalen Zeitgeschichte, der Rechtsgeschichte der Neuzeit, der Geschichte des Widerstandes und des Widerstandsrechts, der Katholizismusforschung, der grenzüberschreitenden, vor allem deutsch-französischen Beziehungsgeschichte und der Geschichte des Landes Rheinland-Pfalz. Hinzu kommen Projekte zur historischen Adelsforschung, zu Kriegskindheiten im 19. und 20. Jahrhundert, zum Themenfeld Jugend und Protest sowie theoriebildende Arbeiten zur neueren Kulturgeschichte. Mehr Informationen dazu finden Sie links unter dem Menüpunkt "Forschung".

Aktuelles

Cahiers de Mayence: Neue deutsch-französische Reihe eröffnet

Die Cahiers de Mayence haben das Licht der Welt erblickt. In dieser neuen zweisprachigen Reihe werden künftig Ergebnisse der inter- und transdisziplinären Frankreich- und Frankophonieforschung an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz präsentiert. Herausgegeben wird die neue Publikationsreihe vom Forum Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF), der Publikationsplattform des in Gründung begriffenen Zentrums für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF) an der JGU. Anspruchsvolle Bücherliebhaber werden sich neben den Inhalten über die besonders ansprechende Optik und Haptik dieser kleinformatigen Publikation freuen. Dabei ist der Verkaufspreis erfreulich günstig.
Das erste Heft ist dem Thema »Boehringer Ingelheim und die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg« gewidmet. Der Autor, Prof. Dr. Michael Kißener, widmet sich in dieser Studie einem nahezu vergessenen Beitrag, den der in Ingelheim am Rhein ansässige Chemiker und erfolgreiche Unternehmer Ernst Boehringer (1896-1965) während seiner letzten Lebensjahre für die Gemeinde Espalion (Départment Aveyron) leistete und für die er im Gegenzug vielfache Anerkennung der Bewohner des kleinen Ortes erfuhr.
Michael Kißener: Boehringer Ingelheim und die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg / Boehringer Ingelheim et la réconciliation franco-allemande après la Seconde Guerre mondiale, Mainz 2019 (Cahiers de Mayence; 1), ISBN 978-3-9820661-0-3, 10 EUR
Anlässlich der Premiere dieser neuen Reihe lud das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Kooperation mit der Johannes Gutenberg-Universität am 7. Mai 2019 zu einer Vortragsveranstaltung ein. In voll besetztem Haus führte der Herausgeber der Cahiers de Mayence, der Kunsthistoriker Prof. Dr. Gregor Wedekind, in die neue Reihe ein und stellte das Konzept des ZFF vor. Unter dem Titel »Deutsch-französische Beziehungen im zivilgesellschaftlichen Bereich« präsentierten anschließend Prof. Dr. Michael Kißener die genannte Studie zu Ernst Boehringer, wohingegen die Pariser Zeithistorikerin Prof. Dr. Corine Defrance ausgewählte Initiativen von Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft zur Annäherung und Aussöhnung mit Frankreich aus der Zwischenkriegszeit vorstellte.
Die Veranstaltung stand darüber hinaus in Zusammenhang mit der Verleihung des Gutenberg Research Award 2019 an Prof. Dr. Corine Defrance, die – gewürdigt vom Hausherren, Prof. Dr. Johannes Paulmann, Direktor der Abteilung Universalgeschichte –dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte als vormalige Stipendiatin eng verbunden ist.

GRK-Preisträgerin Prof. Dr. Corine Defrance zu Besuch in Mainz

In der Woche vom 6. bis zum 10. Mai war die französische Historikerin Corine Defrance zu Gast an der JGU. Grund für ihren Besuch war ihre Auszeichnung mit dem Gutenberg Research Award 2019 (siehe Foto links: Preisverleihung am 6.5.2019, v.l.n.r. Stefan Müller-Stach, Vizepräsident der Gutenberg-Universität; Corine Defrance; Thomas Hieke, Direktor des Gutenberg Forschungskollegs – Fotografie: U. Pfeil). Der Preisvorschlag  ging auf den FB 07 und auf die Initiative des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte zurück. Der Gutenberg Research Award wird jährlich durch das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) an eine herausragende, im Ausland tätige Forscherpersönlichkeit vergeben und ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert (nähere Informationen hier: http://www.uni-mainz.de/presse/aktuell/8019_DEU_HTML.php).
Die Preisverleihung durch den Direktor des Gutenberg Forschungskollegs, Prof. Dr. Thomas Hieke, erfolgte in feierlicher Atmosphäre und unter Teilnahme zahlreicher Gäste am 6. Mai im Roten Saal der Hochschule für Musik. In den folgenden Tagen hielt Corine Defrance, die als Professorin für Neueste Geschichte an der Université Paris I Panthéon-Sorbonne lehrt und beim CNRS als Directrice de recherche forscht, eine Reihe von Vorträgen, die einen Einblick in ihre wissenschaftliche Arbeit und insbesondere in ihre Forschungen über die Entwicklung des deutsch-französischen Verhältnisses gaben: Bei der Preisverleihung selbst sprach sie über den Lebensweg der jüdischen, 1975 in Nizza verstorbenen Françoise Frenkel, die in der Zwischenkriegszeit in Berlin eine französische Buchhandlung geleitet hatte, bevor sie vor den Nationalsozialisten nach Frankreich floh. Anlässlich der Präsentation der ersten Ausgabe der forschungsorientierten „Cahiers de Mayence“ durch Prof. Dr. Gregor Wedekind am folgenden Tag im Leibniz-Institut für europäische Geschichte erinnerten Corine Defrance und Michael Kißener an zivilgesellschaftliche Initiativen aus dem Bereich der Wirtschaft im Zuge der deutsch-französischen Annäherung im 20. Jahrhundert.
Auf Einladung des Fachbereichs 07 der JGU hielt Defrance am 8. Mai vor zahlreichen Lehrenden und Studierenden des Historischen Seminars einen Vortrag zum Thema „Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag: Die deutsch-französischen Beziehungen in Europa“. Ihren Vortragsreigen beendete sie im Rahmen der Ringvorlesung von Professor Matthias Schnettger und Professor Michael Kißener mit einem anregenden Beitrag über die politische Metaphorik in den deutsch-französischen Beziehungen seit 1949.
Das Team des Arbeitsbereichs Zeitgeschichte gratuliert der Preisträgerin auch auf diesem Weg zu der außerordentlichen Anerkennung und freut sich auf die Fortsetzung des langjährigen erfolgreichen wissenschaftlichen Austauschs!

Dissertationspreis der Deutsch-Französischen Hochschule für Dr. Tanja Herrmann

Dr. Tanja Herrmann ist für ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Der zweite deutsch-französische Städtepartnerschaftsboom (1985-1994): Akteure, Motive, Widerstände und Praxis“, die sie im Cotutelle-Verfahren am Arbeitsbereich Zeitgeschichte der JGU und an der Université Paris I Panthéon-Sorbonne abgeschlossen hat, mit dem Dissertationspreis 2019 der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ausgezeichnet worden (siehe Foto links; © Jacek Ruta/DFH-UFA, v.l.n.r.: David Capitant, Präsident der DFH, Tanja Herrmann, Véronique Dubois von der Apec, Olivier Mentz, Vize-Präsident der DFH). Während der feierlichen Preisverleihung in der Französischen Botschaft in Berlin waren neben der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und dem Hochschulbereich vertreten. Mit dem Dissertationspreis der DFH, der mit 4.500 Euro dotiert ist und von der Association pour l'emploi des cadres finanziert wurde, werden hervorragende deutsch-französische Promotionsprojekte gewürdigt. Weitere Fotos und einen Überblick über die ausgezeichneten Arbeiten gibt es hier.

22.01.2019

Buchvorstellung mit Dr. Matthias Gemählich in Nürnberg

Auf Einladung der Museen der Stadt Nürnberg hat Dr. Matthias Gemählich am 17. Januar in einer öffentlichen Veranstaltung sein Buch „Frankreich und der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges 1945/46“ vorgestellt. In seinem rund einstündigen Vortrag erläuterte er den französischen Anteil an dem Verfahren vor dem Internationalen Militärtribunal (IMT) und stellte die zentralen Thesen seiner Arbeit heraus (siehe Foto links; © Memorium Nürnberger Prozesse). Mit dem Publikum kam daraufhin eine lebhafte Diskussion über die historische Bedeutung des IMT und die unterschiedlichen Perspektiven der alliierten Siegermächte zustande. Die von Interessenten gut besuchte Buchpräsentation fand im Saal 600 des Nürnberger Justizgebäudes statt – dem historischen Ort des Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher und mehrerer der Nürnberger „Nachfolgeprozesse“. Der durch Umbauarbeiten in den 1960er Jahren erheblich veränderte Gerichtssaal ist heute für Besucher zugänglich und Teil einer Ausstellung, die durch das Memorium Nürnberger Prozesse betreut wird.

08.01.2019

Neuerscheinung: Frankreich und der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher 1945/46

Zu Beginn des neuen Jahres kann der Arbeitsbereich Zeitgeschichte die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Dissertation von Dr. Matthias Gemählich in der Reihe „Transformationen – Differenzierungen – Perspektiven“ im Peter Lang-Verlag erschienen ist. Die Studie wurde mit dem Forschungsförderpreis der Freunde der Universität Mainz 2018 ausgezeichnet.

Inhaltlich bietet sie eine umfassende Analyse der Beteiligung Frankreichs am Prozess gegen die NS-Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärtribunal von Nürnberg, wobei deren politische wie auch juristische Dimension gleichermaßen Berücksichtigung finden. Grundlage für die Studie ist die in weiten Teilen erstmalige Auswertung von zahlreichen Quellen, die sich heute in französischen Archiven und in privaten Nachlässen befinden. Nähere Informationen über die Publikation finden Sie hier.