Obwohl Sinti und Roma seit Jahrhunderten auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz leben, ist ihre Geschichte nur marginal erforscht. Ein Großteil der einschlägigen Studien stammt vom Landesverband Sinti und Roma Rheinland-Pfalz. Hier will ein Studierendenprojekt ansetzen. Es möchte Grundlagenarbeit leisten und auch der Frage nachgehen, wie studentisches Forschen auf einem kaum bestellten Feld, im Austausch mit dem Landesverband Sinti und Roma gewährleistet werden kann. Auf Basis mehrmonatiger Archivrecherchen fanden dazu im Sommersemester 2025 zwei Lehrveranstaltungen statt: In einem Hauptseminar zum Thema „Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz” setzten sich M. A.- und M. Ed.-Studierende mit der Situation von Sinti und Roma nach 1945 auseinander. In einem außercurricularen Maker-Lab, das in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik angeboten wurde, erarbeiteten M. Ed.- und B. Ed.-Studierende didaktische Impulse zum Thema „Wiedergutmachung” von Sinti und Roma. Die Ergebnisse der Lehrveranstaltungen sollen Anfang 2026 in einer Ausstellung präsentiert werden, die auch in digitaler Form zur Verfügung gestellt wird. Diese wird primär von den Studierenden des Hauptseminars konzipiert. Die Materialien der Studierenden des Maker-Labs werden auf https://www.oer-landesgeschichte-rlp.de/ veröffentlicht und sollen ebenfalls in die Ausstellung integriert werden. Selbstredend kann die Ausstellung keinen umfassenden Überblick über die Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz bieten. Dafür wäre ein mehrjähriges Forschungsprojekt notwendig. Ziel ist es daher, die Arbeiten der Studierenden in einem Gesamtkonzept sinnvoll zu präsentieren, Lücken transparent zu machen und zu weiteren Forschungen anzuregen.

Laufzeit: 1.1.-31.12.2025

Katharina Buchholz und Dr. Kathrin Schulze (wissenschaftliche Partnerinnen)

Paula Kumerics (wissenschaftliche Hilfskraft)

Luisa Unbescheiden (wissenschaftliche Hilfskraft)

Veronica Kalthöner (Kuratorin der Ausstellung)